Bankräubern die Sicht vernebeln


Von Olaf Vogel

Sprengungen von Geldautomaten hinterlassen zerstörte Eingänge, gesplitterte Fenster und teils einsturzgefährdete Gebäude. Schätzungen zufolge gab es 2023 über 450 versuchte und vollendete Sprengungen in Deutschland, während es 2022 noch 496 Fälle waren.

Bankräuber bevorzugen Geldautomatensprengungen, da durch Personalreduktionen weniger Überwachung vorhanden ist und Polizei oder Sicherheitspersonal zu lange brauchen, um zu reagieren. Sprengstoff ist schnell anzubringen, sodass die Tat in kurzer Zeit ausgeführt werden kann. Herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen wie Alarmanlagen und Überwachungskameras sind leicht zu umgehen, da Alarmanlagen erst bei Beschädigung auslösen und Kameras durch Masken und gezieltes Ausschalten unwirksam gemacht werden können.

Der allgemeine Anstieg von Straftaten, insbesondere Diebstähle, gemäß den Daten des Bundeskriminalamts, erfordert dringend besseren Schutz für Banken und Geldautomaten. Während das Einfärben von Geldscheinen bei Sprengungen beliebt ist, kann dies zu Verlusten führen, da die markierten Scheine unbrauchbar sind und dennoch gestohlen werden. Innovative Sicherheitsmaßnahmen wie die Abdeckung technischer Tresoröffnungen und die Vorkehrungen zur Verhinderung von Schaden durch Sprengstoffe können helfen, aber keinen hundertprozentigen Schutz bieten.

Die Innenministerkonferenz der Bundesländer hat angesichts des zunehmenden Trends von Geldautomatensprengungen eine Reihe von Maßnahmen zur Sicherung von Geldautomaten empfohlen. Moderne Sicherheitsmaßnahmen müssen sich den Taktiken der Täter anpassen, insbesondere den Überraschungsmomenten, die bei Einbrüchen eine entscheidende Rolle spielen.

Eine effektive Lösung, um Geldautomatensprengungen zu verhindern, ist der Einsatz von Vernebelungstechnik wie PROTECT. Diese Technologie sorgt dafür, dass bei einem Einbruch sofort dichter Nebel im Raum verteilt wird. Dieser Nebel ist undurchdringlich und desorientiert die Täter innerhalb von Sekunden. Gleichzeitig lösen Blitzlichter und Sirenen aus, die zusätzlich zur Desorientierung beitragen und Panik bei den Tätern auslösen.

Der Nebel hat mehrere Vorteile: Er gibt den Sicherheitskräften wertvolle zusätzliche Zeit, um auf den Einbruch zu reagieren und die Täter zu stellen, während diese durch die unerwartete Situation überrascht und abgeschreckt werden. Sobald die Täter orientierungslos sind, brechen sie in der Regel ihre kriminellen Aktivitäten ab und versuchen zu fliehen. Dadurch wird nicht nur die direkte Tat verhindert, sondern auch die Schäden und Folgekosten eines Einbruchs reduziert.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Täter die Verwendung von Vernebelungstechnik nicht vorhersehen können. Anders als bei herkömmlichen Sicherheitssystemen wie Überwachungskameras ist die Positionierung und Aktivierung von Nebelmaschinen für die Täter nicht erkennbar. Dadurch können sie sich nicht darauf vorbereiten, die Technologie zu umgehen oder zu deaktivieren, was ihre Pläne erheblich erschwert und abschreckt.

Insgesamt ist die Vernebelungstechnik eine äußerst effektive und innovative Lösung, um Geldautomatensprengungen zu verhindern und die Sicherheit von Bankfilialen zu erhöhen. Sie bietet eine wirksame Abschreckung gegenüber den Tätern und gibt den Sicherheitskräften die nötige Zeit, um einzugreifen und weitere Schäden zu verhindern.

Fazit

Die Verwendung von Vernebelungstechnik stellt für Bankräuber einen unvorhersehbaren Sicherheitsfaktor dar. Wenn diese Technologie aktiviert wird, werden die Einbrecher oft überrascht und aufgrund der plötzlichen Desorientierung dazu gebracht, ihre Tat abzubrechen. Gleichzeitig ermöglicht die Nebeltechnik dem Sicherheitspersonal und der Polizei, schnell zu reagieren und die Täter festzunehmen. Dadurch wird die Zahl erfolgreicher Geldautomatensprengungen reduziert, da moderne Sicherheitsmaßnahmen effektiv eingesetzt werden.

Olaf Vogel, Geschäftsführer SECTEO GmbH

Foto: SECTEO GmbH

Bankräuber durch Vernebelungstechnik abschrecken

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